In der Vorweihnachtszeit verwandelte sich der Chemieraum in eine experimentelle Weihnachtswerkstatt. Anstatt klassischer Analysen stand ein besonderes Projekt auf dem Plan: die Teilnahme am bundesweiten Chemietree-Wettbewerb, ausgerufen von der Plattform Chemie-Azubi.de. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Brücke zwischen chemischem Fachwissen und festlicher Kreativität zu schlagen – kurz gesagt, einen Weihnachtsbaum mit dem Bezug zu naturwissenschaftlichen Themen zu erschaffen.
Zwei Konzepte, ein Ziel
Die Klasse entschied sich, gleich mit zwei unterschiedlichen Arbeiten ins Rennen zu gehen, um die Vielfalt der chemischen Ausbildung zu repräsentieren.
Der erste Weihnachtsbaum, genannt Atombau(m), besteht aus einzelnen Atomen mit Elektronen und der Stamm aus den verschiedenen Elementen aus dem Periodensystem. Auf der Spitze ist noch ein Atomstern, verziert mit Tannenzweigen.
Die zweite Arbeit wurde Elefanten-Weihnachtsbaum genannt.
Die Kolben und Reagenzgläser wirken als chemische Weihnachtsbaumkugeln. Es handelt sich um mit Universalindikator gefärbte farbige Flüssigkeiten (Salzsäure, Wasser, Natronlauge). Als Höhepunkt sorgt die Elefantenzahnpasta-Reaktion für schaumigen „Weihnachtszauber“.
Der HeH-Stern hat den Hintergedanken Helium + Wasserstoff, Stoffe aus dem Sterne gemacht sind
Spannung bis zur Preisverleihung
Nach der Einsendung der Fotos stieg die Vorfreude. Die Konkurrenz war in diesem Jahr besonders stark, da zahlreiche Schulen und Ausbildungsbetriebe aus ganz Deutschland beeindruckende Konstruktionen eingereicht hatten.
Obwohl die Arbeiten der BKÜ2B in Sachen Originalität und technischer Umsetzung viel Lob erhielten, hat es am Ende leider nicht für einen der vorderen Plätze gereicht. Auch wenn kein Sachpreis gewonnen wurde, geht die Klasse nicht leer aus. Für das Engagement und die kreative Leistung erhielt die Schule eine offizielle Teilnehmerurkunde. Diese wurde als Anerkennung für die erbrachte Leistung und den Teamgeist der BKÜ2B feierlich im Glaskasten im Flur aufgehängt.
Die Urkunde erinnert nun alle Schüler*innen daran, dass Chemie mehr ist als nur Formeln und Stöchiometrie – sie ist auch eine Kunstform. Die BKÜ2B zieht ein positives Fazit: Der Spaß am gemeinsamen Tüfteln im Labor war den Einsatz auf jeden Fall wert. Für einen Schüler waren es sogar die schönsten Chemiestunden seiner ganzen Schullaufbahn.



