Vom 21. bis 25. Juli 2025 unternahm unsere WG12 Stufe ihre Studienfahrt nach Prag. Ziel dieser Reise war es, die tschechische Kultur, Literatur und Geschichte aus nächster Nähe kennenzulernen und miteinander zu verbinden. Begleitet wurden wir von unseren Lehrkräften Herrn Faul, Frau Hermeth, Herrn Barisch und Frau Langer, die das Programm organisierten, die Führungen begleiteten und uns während der gesamten Woche unterstützten. Schon auf der Hinfahrt herrschte eine Mischung aus Vorfreude, Neugier und Aufregung. Für viele von uns war es die erste Reise in die tschechische Hauptstadt. Nach unserer Ankunft bezogen wir das Hotel und hatten zunächst Zeit, die wir nutzen konnten, um die Stadt individuell zu erkunden. Dabei bekamen wir einen ersten Eindruck von der historischen Altstadt, den engen Gassen und der besonderen Atmosphäre, die Prag auszeichnet. Die Mischung aus moderner Großstadt und jahrhundertealter Architektur faszinierte viele von uns sofort. Besonders die Karlsbrücke, die Moldau und die lebendige Altstadt beeindruckten uns schon am ersten Abend.
Ein wichtiger Bestandteil der Fahrt war die literarische Führung „Auf den Spuren Kafkas“. Dabei erhielten wir spannende Einblicke in das Leben und die Gedankenwelt Franz Kafkas sowie seine Verbindung zu Prag. Wir standen an Orten, an denen Kafka tatsächlich gelebt und gearbeitet hat, was seine Biografie für uns deutlich greifbarer machte. Außerdem besuchten wir verschiedene Museen, die uns einen tieferen Einblick in die kulturelle und historische Entwicklung der Stadt gaben.
Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung der Prager Burg, einer der größten Burganlagen weltweit. Die mächtige Architektur, die großen Innenhöfe und vor allem der beeindruckende St. Veits Dom hinterließen einen bleibenden Eindruck. Im Anschluss folgte eine ruhige Schifffahrt auf der Moldau, die uns eine neue Perspektive auf die Stadt ermöglichte. Vom Wasser aus wirkten die Brücken, die Promenaden und die Altstadt besonders malerisch. Viele nutzten die Fahrt, um Fotos zu machen oder einfach die Stimmung zu genießen.
Besonders eindrucksvoll und bewegend war die Führung „Jüdisches Leben in Prag“. Beim Besuch mehrerer Synagogen sowie des jüdischen Friedhofs erfuhren wir viel über die Geschichte, Kultur und Schicksale der jüdischen Gemeinde. Die Pinkas Synagoge, deren Wände mit den Namen der Opfer der Shoah beschrieben sind, hinterließ bei vielen von uns einen tiefen Eindruck. Dieser Teil der Reise zeigte uns, wie wichtig Erinnerungskultur und historisches Bewusstsein sind.
Am Ende der Woche traten wir die Rückfahrt an und erreichten Deutschland gegen 17 Uhr. Die Fahrt bot Gelegenheit, die vielen Eindrücke und Erfahrungen der vergangenen Tage zu verarbeiten. Die Studienfahrt nach Prag war für uns nicht nur lehrreich, sondern auch eine wertvolle persönliche Erfahrung. Sie hat uns als Gruppe enger zusammengeschweißt.


