WS Abschlussfeier

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Wirtschaftsschule

Kleiner Abschiedsreim für unsere WS 

Die A und die B – was fällt mir dazu ein? 

Zunächst mal: Sie waren mal sehr viele, heute ist die Gruppe sehr klein. 

Von 65, die am 11.09.23 kamen um zu siegen, können heute nur 27 die Mittlere Reife kriegen. 

Das ist trotz des schönen Anlasses hier doch recht traurig, 

und um ehrlich zu sein – Sie stimmen mir bestimmt zu – sogar ganz schön schaurig. 

So schön es auch ist, Sie heute mit ihrem Zeugnis gehen zu sehen, 

so wichtig finde ich es, nochmal kurz in den Rückspiegel zu sehen. 

Woran lag es, was war da los? 

Hatten die sich nur ständig verlaufen? War unsere Schule für sie zu groß? 

Viele waren einfach nicht da oder blockierten Unterricht mit Vehemenz. 

Und so blieben sie uns auf der Strecke oder landeten in der endgültigen Klassenkonferenz.  

Dabei kostet es gar nicht viel erfolgreich zu sein. Man sollte einfach nur da sein und Regeln respektieren, das ist doch nicht wirklich gemein. 

In Zeiten des Krieges können Millionen junger Menschen von Schule nur träumen. 

Schon allein deshalb sollte man dieses Privileg nicht mutwillig versäumen. 

Doch liebe Absolventen, hart kämpfen mussten wir auch um Sie. 

Ich kann Ihnen sagen, das war ein Kampf, der war hart wie nie. 

Die einen malten im Unterricht, die anderen vergaßen ihr Buch,  

von Hausaufgaben reden wir lieber gar nicht, das war für Sie ein rotes Tuch. 

Auch Sport war für Sie eher Mief, da wussten Sie immer Ausreden, da waren Sie recht kreativ. 

In endlosen Einzelgesprächen versuchten wir zu überzeugen:  

Man darf auch ruhig etwas Ehrgeiz haben – und ein bisschen mehr Zeit mit Schule vergeuden. 

Bei Ausflügen klappte das wie von allein. Da waren Sie Feuer und Flamme, da ließen Sie sich voll drauf ein.  

Die A sprang Trampolin, die B schnippelte Salat bei Bauke. Ein Höhepunkt war auch das Eislaufen, da hauten Sie mit Eis-Polonäse richtig auf die Pauke. 

Dies zeigt auch, jeder Mensch hat liebenswerte Seiten. Diese zu sehen und zu fördern bedeutet intensives Begleiten.  

Mein Dank deshalb an alle Ihre Lehrer, an Herrn Prinz und Herrn Begritsch vor allen Dingen, 

für zwei Jahre Herzblut, Geduld und Konsequenz, und für gelegentliches hartes Ringen. 

 

Liebe Absolventen, heute haben Sie´s geschafft. 

Sie sind am Ziel, und sie haben – unter uns – bestimmt inzwischen auch so manch anderes gerafft. 

Es war schön, Sie hier zu haben, liebe A und liebe B, 

ein paar von Ihnen sehen wir wieder, 

in der Ausbildung, am BK oder im WG. 

Viel Glück, beruflich und privat, in Heilbronn oder auf Malle, 

wir sind heute stolz auf Sie, alles Liebe für Sie alle. 

 

Kerstin Horn