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Dürrenmatt mit der alten Dame in Schwäbisch Hall im Freilichttheater

Claire Zachanassian: Eine Milliarde für Güllen, wenn jemand Alfred Ill tötet.

Totenstille.

So klingt die Forderung, die das ganze Städtchen auf den Kopf stellt. Die alte, reiche Dame Claire Zachanassian, einstige

Bürgerin Güllens, besucht ihre alte Heimat, die im Laufe der Zeit sein Reichtum und Ansehen verloren hat. Die Stadt ist nun hoch verschuldet und erhofft sich eine Spende der alten Dame, um sich vor dem Ruin zu bewahren. Doch die Forderung der alten Dame, Alfred Ill, einen beliebten Mitbürger, zu töten, löst eine Kettenreaktion aus, die die Käuflichkeit der Menschen verdeutlicht. Die Bürger geraten von Tag zu Tag mehr in die Versuchung, Alfred Ill zu töten, um die Belohnung in Höhe von einer Milliarde zu bekommen. Dies artet soweit aus, bis letztendlich das Todesurteil per „Volksentscheid“ fällt.

Schüler der Klassen WG 11b und 12b und einige Lehrer besuchten am 2. Juli 2010 die Freilichtspiele in Schwäbisch Hall, wo das Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“, von Friedrich Dürrenmatt aufgeführt wurde. Das Theaterstück gehört zu den Pflichtlektüren des Gymnasiums und somit passte das Theaterstück bestens in den Lehrplan. Das Theater begann um 20:30 Uhr und endete gegen 23:00 Uhr.

Die Inszenierung des Theaters ist bestens gelungen, wobei Teile des Stückes im Bezug zur heutigen Zeit etwas abgeändert wurden. So kaufen die Güllener anstatt Tabak Fernseher oder Computer. Auch das Hotel, das im Theaterstück regulär „zum goldenen Apostel“ heißt, wurde umbenannt zu „zum goldenen Adler“, damit man sich direkt auf das Hotel neben der Theatertreppe beziehen konnte. Besonders beeindruckend war die Inszenierung der Requisiten, zu denen neben der Vorführung eines Leichenwagens und dem Gebrauch einer Kettensäge auch die besonders lebhaft gestalteten Eunuchen gehörten, die das gesamte Stück durch Albereien begleiteten. Auch sehr gut gelungene Musikstücke, die durch die Darsteller vorgeführt wurden, begleiteten das Theaterstück bestens, so dass es am Ende zu einem tosenden Beifall für alle Darsteller kam.

Cindy Weber, WG12B