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Gewaltpräventionskurs der W1A am 11.11.2011

Wir, die W1A sind eine von drei neuen Wirtschaftsschulklassen an der ASS und kommen von verschiedenen Schulen und Schularten. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Mittlere Reife mit einem guten Zeugnis, und einem Ausbildungsvertrag im Wunschberuf in der Tasche zu verlassen. Einige in der Klasse kannten sich schon, viele aber auch nicht. Will man diese zwei Jahre erfolgreich hinter sich bringen, sind neben dem eigenen Einsatz beim Lernen für Klassenarbeiten und einem guten Verhältnis zu den neuen Lehrerinnen und Lehrern auch ein Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen und Respekt in der Klasse notwendig. Denn: Gemeinsam geht vieles einfacher.Um in diesem Bereich an uns zu arbeiten, kam am 11. November der Ving Tzun Kampfsporttrainer Sifu Gökhan Kaygısız (http://www.vtko.de/) und sein Hilfstrainer Ilyas Akkurt zu einem Gewaltpräventionskurs zu uns an die ASS. Drei Stunden durften wir ihn zum Thema Gewaltprävention und Kampfsport befragen und natürlich durften wir das alles auch selbst ausprobieren.Aber, einen Kampfsportler zur Gewaltprävention einladen? Ist das nicht komisch? Nein, sagt Gökhan. Erst einmal muss man zu der Einsicht kommen, dass Gewalt nicht die richtige Lösung ist. Und wem glaubt man mehr als einem, der sich damit auskennt, und der auch weiß was man mit gezielter Gewalt alles anrichten kann?
Der Sifu begann die Zeit mit einer Vorstellrunde und befragte jeden der Klasse zu seinen Berufswünschen und wie weit die Schüler für diese Berufe bereit sind Einsatz zu zeigen und schon gezeigt haben. Sehr viele möchten in den Groß- und Außenhandel, einige zur Bank, andere haben noch keine genauen Wünsche, hauptsache „kaufmännisch“.  Die Leistungen, da sind sich die Schüler einig, können in der W1A noch gesteigert werden.Nach einer kurzen Einübung von 2 Sätzen Sin-Nim-Tau kehrte sehr schnell eine konzentrierte Stille in der Klasse ein. Die Schüler lernten dabei, die richtige Haltung von Faust- und Abwehrhand. Das wurde anschließend in Zweiergruppen geübt und von den zwei Trainern überprüft und aktiv getestet.
Schnell stellte sich heraus, dass der richtige Stand eine wichtige Rolle spielt. Zwei Schüler schafften es durch drücken nicht, den auf einem Fuß stehenden Sifu wegzudrücken. Selbstbewusst muss man stehen und sein Gewicht auf dem hinteren Standbein haben. Das kannte die Klasse schon von der Körpersprache bei Referaten und versuchte es anschließen auch.Beim Auslegen von Bodenmatten wurde es dem einen oder anderen mulmig zu Mute. Der Mann meint es ernst! Er wählte sich nacheinander Schüler aus der Klasse aus, die anderen durften zu sehen und fragen stellen. Der Sifu demonstrierte tipps und tricks und machte deutlich, wie schnell es dem Trainer gelingt, die großen Jungs der Klasse auf den Boden zu bekommen.
Die Klasse stellte fest, dass im Sport und in der Schule die gleichen Regeln wichtig sind: Um ein Ziel zu erreichen, muss man Einsatz bringen, man muss sich selbst einschätzen können, Regeln einhalten und man muss respektvoll miteinander umgehen.Nach Beendigung des Training wurden die Trainer begeistert entlassen. Viele Fragen wurden noch gestellt und auch die Zaungäste durften endlich zur W1A dazukommen.
Das Trainig hatte sich an Schule herumgesprochen.
Daniela Moser