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ASS-Förderkreis

Fördervereine schießen wie Pilze aus dem Boden. Kindergärten, Vereine, ja sogar Vereinsabteilungenabteilungen haben inzwischen Fördervereine. Auch immer mehr Schulen gehen diesen Weg. Das Hauptziel dieser Vereine ist es, an zusätzliches Geld zu gelangen, um die Ausstattung zu ergänzen.

Der Förderkreis der ASS wurde 1991 gegründet. Damals war dies für eine Schule durchaus noch nicht so selbstverständlich wie heute. Bei der Gründung standen finanzielle Aspekte für die elfköpfige Mannschaft nicht im Vordergrund. Der Teilzeitunterricht in der Berufsschule und die kurzen Bildungsgänge der Vollzeitschularten führten zu einer geringen Identifikation der Schüler mit der Schule. Die starke Betonung des fachtheoretischen Bereichs in den Lehrplänen ließ nur wenig Raum für wissenschaftliche, kulturelle und gesellige Aktivitäten. Insbesondere kam der Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben und der Schule zu kurz.

Diese Mängel zu beheben, um die Bindung der Betriebe und die der Eltern zu unserer Schule zu verstärken, war der damals ein wesentlicher Ansatzpunkt.

Auf diesem Gebiet wurden deutliche Fortschritte gemacht. Die Bindung der Schüler an die Schule wurde durch vielfältige Aktivitäten verbessert. Regelmäßig besuchen die Lehrer Firmen. Vertreter der Unternehmen kommen in die Schule, um über ihre Arbeit zu berichten oder Projekte der Schüler zu begutachten. Die enge Kooperation mit Betrieben setzt Synergieeffekte frei. Die Schule und damit die Schüler sind die Gewinner. Natürlich unterstützt auch unser Förderkreis die Schule über die verfügbaren öffentlichen Mittel hinaus. Die Förderung ist dabei projektorientiert ausgerichtet. Das Ziel ist, durch konkrete Fördermaßnahmen die Qualität der Schule ständig weiterzuentwickeln.

Beispiel Lehrerfortbildung:

Bereits 1992, als die modernen Präsentationstechniken erst am Anfang ihrer Entwicklung standen, führte ein Experte aus der Wirtschaft das Kollegium der ASS in den Umgang mit Metaplantafel und Präsentationskoffer ein. Die Folge: Wir wurden Pilotschule für den berufsorientierten Projektunterricht. Seitdem gehört für uns eine sinnvoll eingesetzte Projektarbeit zum Repertoire des Unterrichts. So fiel es auch nicht schwer, Amtsleiter Gerhard Dankel vom Schulträger Landkreis Heilbronn für eine angemessene Ausstattung mit Präsentationsmitteln zu gewinnen. Inzwischen wurden die Maßnahmen zur schulinternen Lehrerfortbildung weiter intensiviert. Ein jährliches Programm wird erstellt, wobei viele Veranstaltungen nur mit Hilfe des Förderkreises möglich sind.

Beispiel Schulpartnerschaft:

Interkulturelle Bildung ist heute wichtiger denn je. Der Aufbau und die Pflege von Netzwerken zu Schulen im In- und Ausland sind zentrale Aufgaben qualitätsorientierter Schulen, die vom Förderkreis bereitwillig unterstützt werden.

Beispiel Förderkreispreise:

Leistungsanreize zu schaffen, war eine der ersten Maßnahmen des Förderkreises nach der Gründung 1991. Inzwischen ist der jährliche Festakt zur Preisverleihung ein Höhepunkt zum Abschluss des Schuljahres.

Diese Sponsoringaktivitäten sind sehr hilfreich; ebenso wichtig ist für unsere Arbeit jedoch der Förderkreis als Ratgeber. Dabei ist es von großer Bedeutung für uns, dass sich im Vorstand Persönlichkeiten in hochrangigen Positionen in Wirtschaft und Verwaltung engagieren.

Diese Bereitschaft zur Mitgestaltung hat sich von der Gründung bis heute erhalten. Dementsprechend wertvoll sind für uns die regelmäßigen Zusammenkünfte im Vorstand. Wir erhalten wichtige Impulse, die sehr häufig in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.

Beispiel Qualitätsentwicklung:

Bei der Entwicklung unseres Befragungssystems hat uns die Erfahrung der Praktiker aus den Betrieben vor Irrwegen bewahrt. Zudem führte die maschinelle Auswertung einer Vielzahl von Fragebögen zu einer wesentlichen Erleichterung. Der Vorsitzende des Förderkreises, Sparkassenchef Ralf Peter Beitner, sieht in den Umfragen zur Qualität der Schule einen richtigen und wichtigen Schritt nach vorn.

Beispiel Lernfirmen:

Ulrich Schneider, Geschäftsführer der Firma Brunnen sieht diese Form des Lernens so positiv, dass sie mit ihren Firmen Patenschaften für unsere Übungsfirmen und die Juniorenfirma übernommen haben. Landrat Detlef Piepenburg ließ es sich nicht nehmen, den Schulshop der Juniorenfirma selbst einzuweihen.

Beispiel Vernetzung von Schule und Betrieben:

Beim jährlichen „teacher’s day“ besuchen Lehrer einen Tag lang Ausbildungsbetriebe. Sie verschaffen sich so einen wirklichkeitsnahen Einblick. Die Vorteile liegen, laut Sascha Straub, Volksbank Heilbronn, und Sparkassenausbildungsleiter Hermann Josef Schmitz, auf der Hand: Unterricht und betriebliche Ausbildung werden besser aufeinander abgestimmt; es entstehen wertvolle persönliche Kontakte zwischen Lehrern und Ausbildern.

In regelmäßigen Betriebsbesichtigungen des Förderkreises liegt ein guter Weg, die Kommunikation mit Betrieben und Eltern zu verbessern. So kann man die Verbindung zwischen Schule und Betrieb zu einem richtigen Netzwerk ausbauen.

Beispiel Fortbildungsakademie:

Als regelrechte Renner haben sich die Prüfungsvorbereitungskurse für Berufsschule, Wirtschaftsschule und Berufskollegs erwiesen. Mit einer geringen Gebühr stehen diese Intensiv-Kurse nicht nur hoch in der Gunst von Schülern, Eltern und Betrieben, sondern liegen auch deutlich unter den üblichen Preisen für Nachhilfe- oder Prüfungskurse. Eine Erweiterung des Kursangebots ist geplant; so sollen Trainingsprogramme zur sozialen Kompetenz oder auch das Erlernen von Umgangsformen in das Kursangebot aufgenommen werden.

Durch das über den normalen Unterricht hinausgehende Kursangebot der ASS-AKADEMIE entstehen Synergieeffekte. Dadurch kann die Schule ihr Potenzial noch besser nutzen. Der Vorstand ist sich sicher, dass die Schüler dabei die Gewinner sind.

 

Die schulischen Vertreter im Vorstand, Ralf Bauer, Dieter Arweiler, Andreas Herdecker und Florian Schmitt, sind sich darin einig, dass die Mitarbeit der externen Vorstandsmitglieder bei Fragen der Entwicklung und Qualität der Schule und durch ihre Funktion als „Türöffner“ wichtig und unersetzlich ist. Sie sehen im Vorstand des Förderkreises den idealen Beirat für unsere Schule.

Hubert Bläsi und Eugen Rieker, seit der Gründung im Vorstand, freuen sich, dass ihre Idee, der Förderkreis als verbindende Brücke zwischen den Gliedern der Schulgemeinde, Realität geworden ist. Aus dem kleinen Samenkorn ist eine kräftige Pflanze geworden. Sie sind stolz auf den tatkräftigen Förderkreis, der viele Projekte und Aktionen der Schule erst möglich gemacht hat.